HAMBURG - 2027

PALETTENSYMPOSIUM

PALETTENSYMPOSIUM

13.09 - 14.09.2027

Stimmen der Teilnehmer

Teilnehmende Unternehmen im Jahr 2025

geplante Teilnehmerstruktur

Industrie
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Handel
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Logistik
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Paletten
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SOFTWARE
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PalettenSymposium 2026: Hamburg wird zum Treffpunkt der Ladungsträgerwelt

Zwei Tage, ein scheinbar unscheinbares Logistikobjekt und überraschend viele Zukunftsfragen: Beim PalettenSymposium 2026 in Hamburg rückten Paletten, Behälter und andere Mehrweg-Ladungsträger ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Fachleute aus Industrie, Handel, Logistik, Pooling, Palettenwirtschaft und Technologie diskutierten, wie sich Warenströme wirtschaftlicher, transparenter und nachhaltiger organisieren lassen.

Die Bilder der Veranstaltung zeigen dabei mehr als ein klassisches Fachsymposium. Sie erzählen von persönlichen Begegnungen, konzentrierten Gesprächen und einer Branche, die ihre Herausforderungen zunehmend gemeinsam angeht. Über allem lag die besondere Hamburger Atmosphäre: Hafen, Landungsbrücken, Schiffe und die Elbe bildeten die Kulisse für einen Austausch, bei dem es gleichermaßen um handfeste operative Probleme und um die Zukunft der Lieferkette ging.

Zielgruppe der Veranstaltung

Das PalettenSymposium wendet sich an Logistikentscheider aus Industrie, Handel und Dienstleistung in Unternehmen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sowie dem benachbarten Ausland. Gezielt werden Interessenten aus den Bereichen Handel, IT, Konsumgüterindustrie  sowie der Logistik-Dienstleistung eingeladen. Die Teilnahme ist nur per Eintrittskarte oder Sponsoring möglich. 

Akkreditierung der Medien

Medienvertreter erhalten kostenlosen Eintritt zum PalettenSymposium. Kompetente Ansprechpartner stehen während der Veranstaltung für weitere Kommentare zu den Themen der Veranstaltung zur Verfügung. Um sich für das PalettenSymposium akkreditieren zu lassen setzen Sie sich bitte mit Olaf Oczkos in Verbindung olaf(at)palettensymposium.de.

Internationaler Austausch in vielen Sprachen

Insgesamt kamen die Teilnehmenden aus 14 Ländern nach Hamburg. Entsprechend international war auch der Austausch: Gesprochen wurde, was die Verständigung möglich machte – Deutsch und Englisch ebenso wie Polnisch, Französisch, Niederländisch, Dänisch und weitere Sprachen. Die gemeinsame Sprache blieb jedoch die Logistik. Unterschiedliche Märkte, Erfahrungen und Sichtweisen machten die Gespräche besonders lebendig und zeigten, dass die Herausforderungen rund um Paletten und andere Ladungsträger längst grenzüberschreitend sind.

Ein gemeinsames Forum für die Ladungsträgerwelt

Das Ziel des PalettenSymposiums ist es, die unterschiedlichen Akteure der Palettenkreisläufe an einen Tisch zu bringen. Verlader, Handelsunternehmen, Speditionen, Palettenhersteller, Pooling-Anbieter und Technologieunternehmen betrachten Ladungsträger aus jeweils eigener Perspektive. Im täglichen Geschäft entstehen dadurch unterschiedliche Erwartungen an Preis, Qualität, Verfügbarkeit, Dokumentation und Verantwortlichkeit. Das Symposium schafft einen neutralen Ort, an dem diese Interessen offen diskutiert werden können. Praxisvorträge sollen nicht nur Entwicklungen beschreiben, sondern konkrete Lösungsansätze für die Unternehmen liefern. Gleichzeitig ermöglicht das Veranstaltungsformat einen Blick über die eigenen Branchengrenzen hinaus. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die alle Beteiligten betreffen: Wie lassen sich Palettenkreisläufe effizienter organisieren? Wie können Schwund und Qualitätsstreitigkeiten reduziert werden? Welche Rolle spielen Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz? Und wie müssen sich Paletten, Behälter und Poolingmodelle verändern, damit sie den Anforderungen zukünftiger Lieferketten gerecht werden?

Vom Wald bis zum Palettenpreis

Das Vortragsprogramm begann am Ursprung der Holzpalette. Dr. Nils Redde erläuterte, welche Auswirkungen Waldschäden und die Borkenkäferkatastrophe auf die Verfügbarkeit und die Kosten von Palettenholz haben können. Damit rückte ein Thema in den Fokus, das für Palettenhersteller ebenso relevant ist wie für Einkäufer und Verlader: die langfristige Versorgung mit einem wirtschaftlich und ökologisch bedeutenden Rohstoff. Wie eng Rohstoffverfügbarkeit, Marktentwicklung und Palettenpreise miteinander verbunden sind, zeigte auch Olaf Oczkos, Herausgeber des PalettenReport und Gründer von Palettenring.de. In seinem Vortrag stellte er erste Erkenntnisse aus den Anfangsmonaten des neuen Palettenmarktplatzes vor und ordnete ein, welche Preisentwicklungen bis zum Jahresende möglich sind. Im Mittelpunkt stand das sogenannte Einkaufsdreieck aus Preis, Palettenqualität und Logistik. Unternehmen gewichten darin ihre individuellen Anforderungen und erhalten daraus ein Einkaufsprofil. Dieses soll Palettenlieferanten dabei helfen, passende Kunden zu erkennen und wirtschaftlich tragfähige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Palettenring.de verbindet damit Marktbeobachtung, Daten und praktische Beschaffung. Das Ziel ist ein transparenterer und direkterer Palettenhandel, bei dem nicht allein der niedrigste Preis entscheidet, sondern auch die benötigte Qualität und die logistische Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden.

Palettentausch zwischen Kosten, Qualität und Haftung

Wie komplex der Palettentausch in Deutschland geworden ist, verdeutlichten Stefan Krautwurst-Leister von DACHSER Food Logistics und der Hamburger Transportrechtsexperte Alexander Werner. Speditionen befinden sich häufig in einer schwierigen Position zwischen Herstellern, Händlern und Pooling-Dienstleistern. Unterschiedliche Qualitätsvorstellungen, sinkende Verfügbarkeiten, offene Palettenforderungen und steigende Kosten machen den Palettentausch zu einem erheblichen operativen und wirtschaftlichen Faktor. Alexander Werner ergänzte diese Praxisperspektive um die rechtliche Einordnung. Im Mittelpunkt standen Haftungsfragen, Palettenkonten, Palettenscheine, Qualitätsabweichungen und die vertragliche Verteilung von Risiken. Deutlich wurde: Palettentausch ist keine kostenlose Nebenleistung. Er benötigt klare Vereinbarungen, nachvollziehbare Prozesse und eine belastbare Dokumentation. Einen internationalen Blick auf diese Herausforderungen bot Petri Sakari Toivanen von Smart Retur Finland. Sein skandinavischer Praxisbericht zeigte, wie langlebige Mehrwegpaletten, digitale Transparenz und klar definierte Abläufe dazu beitragen können, Schwund, Qualitätsdiskussionen und unnötige Kosten zu reduzieren. Arne Ringkowski von ALDI Nord ergänzte die Perspektive eines international tätigen Handelsunternehmens. Sein Beitrag beschäftigte sich mit den Chancen und Herausforderungen eines effizienten Ladungsträgermanagements innerhalb komplexer Handels- und Rückführungsnetzwerke.

Palettenqualität wird objektiv messbar

Ein zentrales Thema des Symposiums war die automatisierte Bewertung von Palettenqualität. Bislang werden Europaletten in vielen Betrieben überwiegend manuell geprüft und nach unterschiedlichen Maßstäben sortiert. Das führt zu abweichenden Bewertungen und wiederkehrenden Diskussionen zwischen Lieferanten, Speditionen, Handel und Palettendienstleistern. Dr. Michael Kleinkes von breeze innovations stellte eine automatisierte, KI-gestützte Lösung vor. Dabei werden Paletten kontaktlos erfasst, dreidimensional digitalisiert und anhand definierter Merkmale reproduzierbar in Qualitätsklassen eingestuft. Ralf Licht von KÖHL Maschinenbau zeigte, wie optische und mechanische Prüfverfahren die Betriebssicherheit in automatisierten Lager- und Förderanlagen erhöhen. Eine beschädigte oder ungeeignete Palette ist dort nicht nur ein Qualitätsproblem. Sie kann Störungen, Anlagenstillstände und erhebliche Folgekosten verursachen. Beide Vorträge machten deutlich, dass objektive Prüfergebnisse zukünftig eine wichtige Grundlage für verlässliche Qualitätsvereinbarungen und automatisierte Logistikprozesse bilden können.

Die Europalette bekommt eine digitale Identität

Michael Brandt und Bernd Dörre von EPAL richteten den Blick auf die Weiterentwicklung des offenen EPAL-Tauschpools zu einem digitalen Netzwerk. QR-Codes, digitale Palettenpässe, mobile Anwendungen und KI-gestützte Qualitätssicherung sollen die Europalette enger mit den Informationsflüssen moderner Lieferketten verbinden. Robert Schönfelder von REA Elektronik zeigte anschließend, wie eine QR-Inkjet-Codierung bereits während der Palettenproduktion eingesetzt werden kann. Der QR-Code schafft eine eindeutige digitale Identität und kann Informationen über Herstellung, Qualität und Nutzung zugänglich machen. Die Europalette wird damit nicht mehr nur transportiert, getauscht und repariert. Sie kann identifiziert, geprüft und in digitale Produktions-, Lager- und Poolingprozesse eingebunden werden.

Künstliche Intelligenz macht Bestände sichtbar

Markus Weber von PixelEdge beschäftigte sich mit einer Frage, die viele Unternehmen kennen: Warum verschwinden Paletten, Kisten und Rollwagen in Depots und Lagern? Wo Ladungsträger manuell gezählt oder nur unvollständig gebucht werden, entstehen Bestandslücken, Streitfälle und unklare Verantwortlichkeiten. Kamerabasierte Erfassung und künstliche Intelligenz können Mengen und Bewegungen automatisch erkennen. Aus Schätzungen und nachträglichen Korrekturen sollen nachvollziehbare Bestandsdaten entstehen. Auch Luke D’Arcy von Sensize und Stephanie Justine Gehrke von PreTurn zeigten, wie Trackingtechnologien Mehrwegkreisläufe transparenter machen können. Durch die Verknüpfung unterschiedlicher Ladungsträger lassen sich Standorte, Bewegungen und Zusammenhänge innerhalb der Lieferkette besser nachvollziehen. Martin Bachmann von Connected Load Carrier stellte die Zusammenarbeit innerhalb vernetzter Lieferketten in den Mittelpunkt. Carsten Jahnke von PAKi Logistics erläuterte anhand eines Praxisbeispiels, wie Open Pooling das Ladungsträgermanagement eines Industrieunternehmens unterstützen kann. Die Beiträge zeigten: Digitale Transparenz ist kein Selbstzweck. Sie soll Verluste reduzieren, Verantwortlichkeiten klären und die vorhandenen Ladungsträger wirtschaftlicher einsetzen.

Welche Rolle spielt die Palette im Lager der Zukunft?

Joachim Kieninger von Element Logic richtete den Blick auf E-Commerce, Robotik und automatisierte Lager. Mit der zunehmenden Automatisierung verändern sich die Anforderungen an Materialflüsse und Ladungsträger. Behälter übernehmen in einigen Prozessen Aufgaben, die traditionell mit Paletten verbunden waren. Die Palette wird dadurch nicht grundsätzlich ersetzt. Ihre Rolle innerhalb der Intralogistik verändert sich jedoch. Unternehmen müssen genauer entscheiden, welcher Ladungsträger für welchen Prozess, welche Ware und welche Automatisierungslösung geeignet ist.

Austausch über Branchengrenzen hinweg

Die Vorträge und die Bilder des PalettenSymposiums 2026 ergeben ein gemeinsames Gesamtbild: Die Palette bleibt unverzichtbar, doch sie wird zunehmend Teil eines vernetzten Systems. Rohstoffverfügbarkeit, Einkauf, Qualität, Palettentausch, Pooling, Automatisierung, Tracking und künstliche Intelligenz lassen sich nicht mehr getrennt voneinander betrachten. Der besondere Wert des PalettenSymposiums liegt deshalb in der Vielfalt seiner Teilnehmenden. Hier treffen Anbieter auf Anwender, technische Lösungen auf operative Erfahrungen und neue Geschäftsmodelle auf etablierte Prozesse. Unterschiedliche Interessen werden nicht ausgeblendet, sondern zum Ausgangspunkt für Diskussionen und neue Lösungsansätze. Hamburg bot dafür erneut den passenden Rahmen. Zwischen Hafenblick, Fachausstellung, Vorträgen und persönlichen Gesprächen trat die Palette aus dem Hintergrund der Lieferkette auf die Bühne – als wirtschaftlich relevanter, zunehmend digitaler und für den Warenverkehr unverzichtbarer Ladungsträger.